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Filed Under (Uncategorized) by admin on 18-03-2008

Ohne Zweifel werden sich aber Ihre Dienststellen mehr für sie und ihren Mann interessieren als wir.” Er sah mich

lächelnd an. “Dnke bestens!” rief ich. „Ein wenig möchte ich nun doch noch meinen Erholungsurlaub

genießen.” ganz mieser, frecher Kerl, mit dem die Buhls immer heimlich getuschelt haben, und wenn man in die Nähe kam, dann schwiegen sie plötzlich.”

Ich konnte, da mir Frau Koffke emsig half und da die fragwürdigen Kunden des Herrn Buhl in letzter Zeit von unseren Mitarbeitern besonders genau

beobachtet worden waren, ziemlich zuverlässig ermitteln, wer dieser „miese, freche Kerl” war: ein aus Magdeburg geflüchteter Buchhalter, nach dem

polizeilich gefahndet wurde.
Major Polaroff holte mich in Sofia vom Flugzeug ab. ,,Ihre Ermittlungen, Genosse Brückner”, rief er aus, nachdem ich ihm berichtet hatte, „decken sich

mit den unseren. Wir können zugreifen! Der Zettel, den Fräulein Böhme im Hotel erhielt, ist in einem der Papierkörbe an der Seepromenade gefunden

worden, nahe dem Steg. Darauf stand als Anschrift lediglich: RitaB., Zimmer dreihundertfünfundzwanzig, also kein Familienname. Auch im Text nicht,

sondern nur: ,Rita, dreiundzwanzig Uhr vierzig an Strand kommen, fünfzig Meter links vom Landesteg.’ Da Fräulein Böhme wohl kaum daran dachte,

vielleicht nicht einmal wußte, daß auch Frau Buhl mit Vornamen Rita heißt, ging sie, wahrscheinlich auf ein heiteres Abenteuer gefaßt, zum angegebenen

Treffpunkt. Was dort geschah, kann ich vorläufig nur rekonstruieren, aber wir werden es bestimmt sehr bald durch die Geständnisse der Täter bestätigt

finden: Anstelle der Rita Buhl, die den Lohn für Zubringerdienste ausgehändigt bekommen sollte, erschien - völlig unerwartet -eine junge Frau, die

sofort mißtrauisch zu fragen begann: Rita Böhme. Wenn sie an Land blieb, zu schreien begann, war das Unternehmen der Menschenhändler geplatzt. Also

zerrten sie die Kerle ins Motorboot und gaben Vollgas. Draußen haben sie dann die gefährliche Mitwisserin bedenkenlos ermordet, denn mitnehmen konnten

sie sie so wenig wie zurückbringen.”
„Wohin mitnehmen?” fragte ich verblüfft. „In die Türkei”, antwortete Polaroff. „Es gibt hier nämlich eine Bande, organisiert und geleitet von einem

ehemaligen ungarischen Offizier, welche allen möglichen Verbrechern, kriminellen wie politischen, zur Flucht in die Türkei verhilft. Das Ehepaar Buhl

leistet dabei Zubringerdienste, gegen beträchtliche Bezahlung natürlich. Aber nicht mehr lange, und unser Grenzschutz hat die Banditen dingfest

gemacht. Die Falle ist bereits aufgestellt. Heute nacht schlägt sie zu.”
„Und Frau Buhl …?”
„… ist bereits festgenommen. Ohne Zweifel werden sich aber Ihre Dienststellen mehr für sie und ihren Mann interessieren als wir.” Er sah mich

lächelnd an. „Wollen Sie die Dame in Empfang nehmen?” „Nee, danke bestens!” rief ich. „Ein wenig möchte ich nun doch noch meinen Erholungsurlaub

genießen.”

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